In den kommenden Wochen muss das „Klimaschutzprogramm 2026“ der Bundesregierung vorliegen. Deren Ziel ist es bis 2045 Klimaneutralität in Deutschland zu erreichen. Ein wichtiger Baustein dafür, ist der Gebäudesektor, insbesondere die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden.
Nun sei ein Entwurf des „Klimaschutzprogramms 2026“ aufgetaucht, der sowohl der „Bild“ als auch dem „Spiegel“ vorliegen solle. Laut Berichten der „Bild“ und der „Welt“ (beide gehören zum Axel Springer SE Verlag), sehe der Entwurf neue Fördervarianten für den Heizungstausch und weitere Einzelmaßnahmen vor. Dabei stehe die Unterstützung einkommensschwächerer Haushalte im Fokus.
Wie das Online-Portal „Welt“ in einem Artikel schreibt, sollen beispielsweise Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis zu 30.000 Euro einen Grundzuschuss von 40 Prozent statt bisher 30 Prozent für den Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung bekommen. Für Gebäudedämmung oder Fenstertausch sei zudem ein Zuschuss von 30 Prozent geplant, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen eines Haushalts bei bis zu 40.000 Euro liege.
Unklar, welche Maßnahmen es ins finale Klimaschutzprogramm 2026 schaffen
Ob diese Maßnahmen tatsächlich so umgesetzt werden oder gar überhaupt im „Klimaschutzprogramm 2026“ vorkommen, ist offen. Immerhin handelt es sich einerseits lediglich um einen Entwurf und andererseits ist noch nichts Offizielles von der Bundesregierung oder dem federführenden Bundesumweltministerium dazu veröffentlicht worden. Es bleibt weiterhin abzuwarten, in welche Richtung sich die Förderlandschaft in der Gebäudesanierung und im klimafreundlichen Neubau entwickeln wird.
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Bereits Kritik an durchgesickertem Entwurf
Fest steht, dass die Bundesregierung verpflichtet ist, bis Ende März ein Klimaschutzprogramm vorzulegen, um die gesetzlich festgeschriebenen Klimaziele einzuhalten. Bis 2045 muss Deutschland treibhausgasneutral zu werden. Gleichzeitig gibt es bereits Kritik an den Plänen aus dem geleakten Entwurf. Der BNW Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. schreibt in einer Pressemitteilung, dass „der Bundesregierung der strategische Blick beim Klimaschutz“ fehle. In einem Artikel der „taz“ kritisiert Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe DUH den Entwurf deutlich.
Erst Anfang 2026 hat das Bundesverwaltungsgericht „das Klagerecht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für eine Verbesserung von Klimaschutzprogrammen bestätigt als auch die Bundesregierung zu konkreten Nachbesserungen des aktuellen Klimaschutzprogramms verurteilt“, so heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe vom 29. Januar 2026. Sollte die Bundesregierung bis Ende März kein ausreichendes Klimaschutzprogramm beschließen, werde die Deutsche Umwelthilfe von seinem Klagerecht Gebrauch machen.
Quellen:
Bis zu 40 Prozent Kostenübernahme für Haus-Dämmung und Öko-Heizung – Umweltminister stellt Pläne vor, Welt, abgerufen am 10.02.2026
Klimaschutzprogramm 2026: Der neue Ökoplan für Deutschland, Bild, abgerufen am 10.02.2026
Deutsche Umwelthilfe erzielt Grundsatzurteil für den Klimaschutz, Deutsche Umwelthilfe, abgerufen am 10.02.2026
Ein Klimaprogramm, das keines ist, Der Spiegel vom 07.02.2026
Bundesregierung schreibt schwaches Klimaschutzprogramm, taz, abgerufen am 10.02.2026
Klimaschutzprogramm: Der Bundesregierung fehlt die Strategie, BNW, abgerufen am 10.02.2026

